Herzliche Einladung an die Offenbacher Kommunalpolitik
Samstag, den 25. September 2010 um 00:00 Uhr
Leserbrief zum Thema „Müllerweg“
Täglich mehrer hundert Fahrzeuge befahren den Müllerweg zwischen der Waldstrasse und dem AWO- und Werkstättengelände im Hainbachtal. Große, tiefe Schlaglöcher im porösen Asphalt und ausgefahrener Morast auf den Seitenstreifen der viel zu schmal konzipierten Strasse kennzeichnen diesen in Offenbach im negativen Sinne einmaligen Verkehrsweg, der zudem noch eine Beleuchtung hat, die an das Schummerlicht von Diskotheken aus den 60er-Jahren erinnert
Private PKW’s der Mitarbeiter der dort ansässigen Sozialeinrichtungen, von Eltern, die ihre Kleinkinder zu den Gruppenräumen des Krabbelstubb’ e.V. bringen und wieder holen und die nicht mehr völlig mobilen Gäste des Waldcafe`s, die aufgrund (noch) fehlender Busanbindung darauf angewiesen sind, das Auto zu benutzen. Mehr als sechzig Besucher der Tagesförderstätte für schwerst-mehrfach behinderte erwachsene Menschen und ein mehrfaches von Beschäftigten der Werkstätten Hainbachtal sind auf verschiedene Beförderungsdienste angewiesen, die zwischen 7 Uhr und 16 Uhr den einzigen Fahrweg mehrere Male benutzen müssen. Nicht zu vergessen die zahlreichen Spediteure mit bis zu 38 Tonnen-Lastzügen, die Materialien von und zu den Werkstätten transportieren, damit dort Kundenaufträge abgewickelt werden können.
Den Offenbacher Kommunalpolitikern sei Dank (?) wird dieser Zustand auch weiter bestehen. Die Gründe für die erneut verweigerte Zustimmung zum dringend notwendigen Ausbau des Müllerweges erscheinen aufgrund der vorhandenen Risiken - auch für Fußgänger - bei der Benutzung des Müllerweges belanglos. Profilierungsängste scheinen hier Vorrang zu haben vor der Sicherung von Verkehrswegen.
Die hierfür verantwortlichen politisch Tätigen sind herzlich eingeladen, sich davon selbst ein Bild zu machen, sei es nun als Fußgänger im Dunkeln frühmorgens gegen sieben Uhr, wenn der Verkehr auf dem Müllerweg beginnt, oder aber vielleicht mit dem privaten Fahrzeug, um dann Schlangelinie fahrend dem Gegenverkehr oder den großen Löchern auszuweichen. Hoffentlich besinnen sich die Kommunalpolitiker dann rechtzeitig eines Anderen, bevor aufgrund von Personen- oder Sachschäden die Stadt Offenbach zu Schadensersatz aufgefordert wird.
Rudi Schell, Offenbach
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