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Stellungnahme zu „Zweierlei Maß bei Anliegerbeiträgen?“

Dienstag, den 29. September 2009 um 14:12 Uhr

Für die ebenfalls im Hainbachtal ansässige AWO-Tochter „Werkstätten Hainbachtal gemeinnützige GmbH“ ist der Ausbau der einzigen Zufahrtmöglichkeit unabdingbar. Die Anzahl der dort beschäftigten Menschen mit Behinderung ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen und somit auch die Zahl der Fahrgäste der Buslinie OF-30.

Der momentane Zustand des unbefestigten Fußweges entlang des Müllerweges birgt eine permanente Unfallgefahr für die Beschäftigten, die oftmals in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

Die unzureichende Beleuchtung bedeutete ein weiteres Gefährdungspotential, das durch den geplanten Ausbau nicht mehr vorhanden sein wird. Die unmittelbare Anbindung des Hainbachtals an die Buslinie bedeutet für die Menschen mit Behinderung eine beachtliche Erleichterung auf dem täglichen Weg zu ihrem Arbeitsplatz.

Die Fahrbahndecke des Müllerweges ist zu schmal, nicht ausreichend befestigt und außerdem durch den erheblichen Anlieferverkehr ständig beschädigt (Die Offenbach-Post berichtete am 22.11.2007 erstmals darüber). Auch hier ist die seit Jahren anhaltende positive Entwicklung der Werkstätten „schuld“ an der hohen Belastung der Anbindung an die Landstraße zwischen Offenbach und Heusenstamm.

Begegnen sich zwei LKW’s bei der Anlieferung oder beim Abholen von Produktionsgütern der Werkstätten auf dem Müllerweg, gerät das ausweichende Fahrzeug mit seinen mitunter vierzig Tonnen Gesamtgewicht auf den Waldboden und versinkt darin.

Ein weiteres Argument für den geplanten Ausbau, dessen Verzögerung gleichbedeutend ist mit einer länger andauernden Beeinträchtigung einer Einrichtung, deren Aufgabe es ist, den Menschen mit Behinderung die Umsetzung des Anrecht auf Förderung, Arbeit und Teilhabe zu gewährleisten. Rudi Schell